Einsätze

Erneut eine bombige Woche!

Erneut ein Alarm wegen eines Bombenfunds. Am Mittwoch rückte die Mannschaft am Abend zur bekannten Baustelle im inneren Regensburger Westen aus. Parallel zur Lagebesprechung wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Winzer, Altstadt, Weichs und der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung alarmiert. Da sich im Evakuierungsgebiet auch die JVA befand und eine ad hoc Evakuierung nicht nötig war, wurde der Einsatz auf Samstag verschoben.

Samstags um 09.00 Uhr rückte der Löschzug Winzer mi 19 Feuerwehrdienstleistenden dann zum ersten Teil des Einsatzes aus. Es galt das Gebiet zwischen der Baustelle und der Liskircherstraße zu evakuieren. Inzwischen routiniert lief der Einsatz ab. Ohne größere Schwierigkeiten konnte der Sektor als "evakuiert" gemeldet werden. Die zweite Aufgabe war nun, mit einem der beiden Tanklöschfahrzeuge zwei Wassertanks bei der Fliegerbombe zu füllen, die bei der Sprengung des Zünders den Druck abfangen sollten. Nachdem dies abgearbeitet war, verließen auch wir den Evakuierungsbereich. Es folgte die dritte Tagesaufgabe für uns. Gemeinsam mit dem Löschzug Altstadt und der FF Burgweinting, die eine Drehleiter der Berufsfeuerwehr besetzte, warteten wir am Parkplatz des ESV 1927, um bei Einsätzen in der Nähe während der Entschärfung schnell Hilfe leisten zu können. Nach kurzer Zeit lief auch schon der erste Einsatz auf. Eine Seniorin war in einem Aufzug in der Nähe eingeschlossen. Nach kurzer Anfahrt war die Dame jedoch glücklicherweise bereits vom Hausmeister aus ihrer misslichen Lage befreit worden. Wir mussten nicht mehr eingreifen und setzten die Einsatzbereitschaft fort. Nachdem bis zum Ende der Entschärfung keine Anforderung mehr kam, konnten wir gegen 16.00 Uhr wieder nach Winzer zurückkehren. Sieben Stunden lagen hinter uns! Ab ins Wochenende!

Brand Freifläche zwischen Kneiting und Mariaort

Am Samstagmittag alarmierte die Leitstelle die Feuerwehren Kneiting, Mariaort, Pettendorf und Winzer zu einem großen Freiflächenbrand zwischen Mariaort und Kneiting an das Donauufer. Aufgrund der derzeit herrschenden sehr starken Trockenheit ist dieses Einsatzbild keine Überraschung. Neben einer Bank war eine Fläche in Brand geraten. Das Feuer konnte rasch von der Feuerwehr aus Kneiting und Mariaort abgelöscht werden. Die 5000 Liter Wasser aus zwei TLF´s des Löschzugs Winzer wurden nicht mehr benötigt.

Was die Ursache war, konnte nicht umgehend geklärt werden. Naheliegend ist natürlich eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe im Bereich der Bank. Derzeit bitten alle Behörden um erhöhte Sensibilität und Aufmerksamkeit.

Drei Einsätze am Wochenende

Dreimal wurde der Löschzug Winzer am vergangenen Wochende zum Einsatz gerufen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit des Relegationsspiels des SSV Jahn und des TSV 1860 München alarmierte uns die Leitstelle mit der FF Karteh, der FF Lappersdorf und der BF Regensburg zu einem Unfall auf die A93 nach dem Pfaffensteiner Tunnel in Richtung Weiden. Glücklicherweise war keine Person eingeklemmt und wir konnten nach kuzer Zeit abrücken.

Am Samstag Vormittag unterstützten wir das BRK beim Aufbau der Versorgungszelte beim Stadtmarathon. Wir füllten Wasserbehälter, die die Zelte bei Wind stabilisieren.

Am Sonntag wurden wir erneut zum Start-Ziel-Bereich des Marathons gerufen. gemeinsam mit einem LF der Berufsfeuerwehr fuhren wir an, da ein Feuer im Bereich der Zeltstadt zu groß geworden sein sollte. Doch es konnte beim Eintreffen bereits Entwarnung gegeben werden.

LKW-Unfall A93 Fahrtrichtung München

Löschzug Winzer Verkehrsunfall A93

Um 3.00 Uhr alarmierte die Leitstelle Regensburg den Rüstzug und das Tanklöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr, den Löschzug Winzer und die Feuerwehr Pentling mit ihrem Verkehrssicherungsanhänger. Aus ungeklärter Ursache war ein LKW auf Höhe der Ausfahrt Prüfening auf die Leitplanke der Ausfahrt geprallt und anschließend umgekippt. Der stark demolierte LKW kam auf der Fahrerseite zum Liegen. Die erste Meldung, dass der Fahrer eingeklemmt war und mit dem Rettungssatz befreit werden muss, bestätigten sich nicht. Über eine Öffnung in der Frontscheibe konnte der  verletzte Fahrer aus dem LKW gerettet werden. Er wurde durch den Rettungsdienst in ein Regensburger Krankenhaus gebracht. Um 3.45 Uhr konnten wir uns wieder einsatzbereit melden.

Aufwändige Evakuierung nach Bombenfund

Die letzten Evakuierungsmaßnahmen im Stadtgebiet Regensburg waren relativ schnell abzuarbeiten gewesen. Am heutigen Freitag war die Lage nach einem erneuten Bombenfund auf einer Baustelle an der Regensburger Ladehofstraße jedoch anspruchsvoller. Am Vormittag war ein Baggerfahrer auf eine 250-Kilo-Bombe aus dem 2. Weltkrieg gestoßen. Der bereits eingespielte routinierte Ablauf begann. Vertreter von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Stadt und Sprengkommando bildeten einen Stab. Der Sprengmeister legte einen Evekuierungsradius von 500 Metern fest. Dies bedeutete, daß dieses mal über 2000 Personen von der Evakuierung betroffen waren. Nicht nur Teile des inneren Westens, sondern auch Teile Königswiesens und nicht zuletzt die Bahnstrecke Regensburg- Nürnberg und die am Freitag stark frequentierte Kirchmeierstraße waren betroffen. Umfangreiche Vorbereitungen mußten deshalb getroffen werden. Eine Führungsgruppe in Amt für Brand- und Katastrophenschutz wurde gebildet. Die alarmierten Feuerwehren aus Winzer, Weichs und Altstadt wurden von drei Hundertschaften der Polizei unterstützt.

Gegen 19.00 Uhr konnten wir Rückmeldung an die Führungsgruppe geben, dass der Abschnitt Nord geräumt war. Aufgabe der Besatzung des Tanklöschfahrzeuges war nun, gemeinsam mit dem Rettungsdienst den Schutz des evakuierten Gebietes sicherzustellen. Bei einer Problemlage bei der Entschärfung oder einem Brand im Evakuierungsgebiet wäre der Löschzug Winzer mit dem Rettungsdienst schnell zur Brandbekänpfung vor Ort gewesen. Glücklicherweise fiel kein Einsatz an. Aufgabe des Mannschaftstransorters war es, den Baggerführer, der die Bombe gefunden hatte aus dem Gefahrenbereich zu bringen und ihn gleich nach Entschärfung wieder zum Fundort zu fahren, um die Bombe sicher verladen zu können. Gegen 19.20 Uhr war der Einsatz beendet. Herzlichen Dank an die Schnelleingreifgruppe Verpflegung des BRK, die uns und die evakuierten Anwohner im Goethe- Gymnasium hervorragend verpflegten.